Mittwoch, 31. Oktober 2007

Heiß und kalt

Die letzten Tage haben wir großteils auf und unter Bergen verbracht. Erst waren wir im Thermalgebiet von Rotorua, wo es einerseits wunderschön ist, andererseits aber extrem nach faulen Eiern stinkt. Und zwar flächendeckend. Das kommt von den vielen Löchern im Boden, aus denen Schwefeldampf aufsteigt. Sieht gut aus, aber kleiner Tipp für alle, die dort noch hinkommen werden: Campt nicht direkt neben so einem Schwefelloch! Wir konnten uns in dieser Nacht aussuchen, was das kleinere Übel ist – der Gestank oder die 5° C IN unserem Bus.





Für die saukalte Nacht wurden wir am nächsten Vormittag entschädigt. Wir haben durch Zufall einen „Hotwaterpool“ entdeckt, der zum Glück in keinem Reiseführer steht. Nur ein einheimisches Pärchen war anfangs noch dort. Es laufen ein eiskalter und ein ziemlich heißer Bach zusammen und man kann sich mitten rein setzen und sich stufenlos seine Wunschtemperatur aussuchen. Und das in einer super Kulisse.





Am nächsten Tag haben wir uns dann in Neopren gehüllt und uns in ein unterirdisches Höhlensystem abgeseilt. Dort gings dann stundenlang in der Dunkelheit mal rauf, mal runter. Beleuchtet werden die Höhlen nur von Leucht-Kacke. Die kommt von irgendwelchen Insektenlarven. So genau haben wir den biologischen Teil nicht verstanden. Verkauft wird das ganze dann als „Glühwürmchen“ :)



Gestern haben wir beschlossen, einen aktiven Vulkan zu besteigen. Einige von euch kennen die Gegend um den Vulkan wahrscheinlich als "Mordor". Das waren 19 km und 2.000 Höhenmeter (rauf und runter zusammengezählt) in 7 Stunden. Anstrengend, aber das war´s absolut wert. Was es da oben zu sehen gibt, kann man eh nicht beschreiben, drum lassen wir´s gleich bleiben.





Da heute Halloween ist, hat Martin gestern schon für sein Kostüm gesorgt und sich extra lange von der Bergsonne verbrennen lassen. Er geht dann also heute Abend als Indianer. Die Brandblasen auf der Nase werden wir mit Kriegsbemalung kaschieren.


Morgen setzen wir über auf die Südinsel. Mal sehen, wie´s dort weitergeht. Noch haben wir absolut keinen Plan, was wir alles machen werden.

Samstag, 27. Oktober 2007

Far North

Hallo aus dem hohen Norden! Haben in Auckland unseren Camper in Empfang genommen und uns dann gleich auf den Weg Richtung Norden gemacht. Links fahren is gar ned so schwer. Is wie rechts fahren, nur anders. Gut, das sagen wir jetzt nach ein paar Tagen ueben. Martin hat sich sein erstes Bier am ersten Tag schon schwer erarbeitet - mitten in der Rushhour im Linksverkehr mit einem 7m-Bus durch die City, davor 30 Stunden schlaflos um die halbe Welt ... die Verkehrsregeln haben wir uns dann am Tag danach doch noch angeschaut - es gab ein paar Unklarheiten :)

Mit dem Bus hatten wir Glueck, gebucht haben wir ja eigentlich was kleines posierliches. Leider hatte der ein paar "kleine Probleme". Haben wir halt einen ziemlich neuen, grossen Bus bekommen. Gratis und umsonst Upgrade quasi.





Der Norden (also die Gegend ueber Auckland) ist super. Nach jeder dritten Kurve eine komplett andere Landschaft. Da faehrst du grad ueber eine Schafweide und ploetzlich stehst du mitten im Dschungel. Und 10 Minuten spaeter kannst dich auf einem weissen Sandstrand in die Sonne schmeissen. Unser Motto zur Zeit: Der Weg ist das Ziel. Wir wollen so viel sehen und haben so wenig Zeit. Aber keine Angst, wir nehmen uns schon auch Zeit, mal ein paar Stunden in der Gegend herumzulaufen und alles moegliche auszuprobieren. Sandboarden zum Beispiel. Wir konnten zwar leider keine Snowboards dafuer auftreiben, aber mit Boogieboards gehts auch. Sogar im Stehen! Die Duenen sind der Wahnsinn. Keine Ahnung wie hoch die sind, aber unserem Muskelkater nach zu urteilen seeehr hoch :)







Haben gestern den "Gott des Waldes" gesehen. Ist ein 2000 Jahre alter Kauri-Baum, der 50 m hoch ist und einen Stamm-Umfang von ueber 13 m hat. Wahnsinn. Frueher haben die Leute sogar mehrstoeckige Wohnungen in solchen Baeumen gehabt.

Das Campen abseits der Campingplaetze is ueberhaupt kein Problem. Ausser man stellt sich in ein Reservat. Ups. Aber es war halt so schoen dort. Die Security-Tante, die uns mitten in der Nacht von dort verscheucht hat war aber sehr lieb und hat uns gleich den naechsten Platz gezeigt, bei dem wir nix zahlen muessen. Es sind ueberhaupt alle sehr nett da. Heute wollte uns zB. ein Camping-Kumpel das Geschirr abtrocknen, damit wir nicht so viel Arbeit haben!

Jetzt geht's ab Richtung Sueden. Blackwater-Rafting und Hotwater-Schlammloecher (oder so) wir kommen!

Was wir eigentlich sagen wollten: Es geht uns gut.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Jetzt noch schnell packen ...

Endlich ist es soweit, der Urlaub steht vor der Tür. Heute Abend gehts
endlich los.
Jetzt noch schnell die Koffer packen - irgendwann muss man es ja machen-  und dann weg.

Nervös? Nö eigentlich nicht.
Froh? Naja, noch nicht, denn der bevorstehende Flug dauert mir (schon jetzt) definitiv zu lange ... aber was solls ... wenn man dort hin will bleibt nix anderes übrig.

also dann mal los ....