
Eishöhlen wandern. Kurz vor Start mussten wir das leider auch canceln. Der Nebel hat einfach keinen Start zugelassen. Sind dann also gleich weitergefahren ins Landesinnere, der Sonne entgegen. An der Westküste regnet es ja doch bloß. Die meiste Zeit zumindest. Liegt daran, dass die Alpen, die sich von Norden nach Süden durchs Land ziehen, das ganze Schlechtwetter, das von der Tasman Sea kommt, aufstauen.

Nach ein paar Stopps am Haast Pass und an wahnsinnig schönen Seen (Lake Wanaka und Lake Hawea) in der Wanaka Region sind wir dann nach Queenstown gekommen. Das ist quasi die Spaßzentrale der Südinsel. Wenn man reich ist, kann man dort ein Vermögen in seinen Adrenalinspiegel investieren. Wir haben aber schnell festgestellt, dass das nix für uns
ist. Zu viele Touristen :) Haben dann - um wenigstens irgendwas ausprobiert zu haben - eine Jetboat-Fahrt gemacht. War ja ganz lustig, aber das ist wohl eher ein Adrenalinkick für Pensionisten (waren ja auch einige an Bord). Man fährt mit einem ziemlichen Tempo durch einen engen Canyon und kracht dabei immer wieder fast gegen die Felsen. Aber halt nur fast. Und naß und kalt war´s auch. Und geschneit hat´s. Been there, done that, tschüss. Wir wollten so schnell wie möglich wieder raus in die "Wildnis" :)
Am Montag sind wir im Fjordland angekommen. Das ist dort, wo wir jetzt - wenn´s nach dem Reiseführer ginge - den Milford Track wandern müssten. Der würde aber 4 Tage dauern und wir haben keine Ausrüstung dabei. Und außerdem soll dort zu dieser Jahreszeit schon ziemlich viel los sein und sie lassen nur 40 Leute pro Tag starten. Ohne Voranmeldung also keine Chance. Haben dafür den Tipp bekommen, einen Overnight Trip in den Doubtful Sound zu machen. Das ist einer der größeren Fjorde hier. Bevor´s losging, haben wir noch einen Halbtages-Track in Manapouri gemacht. Der war außer extrem steil nur extrem schlammig. Macht nix, war auch lustig.
Gestern sind wir dann also an Bord gegangen für unseren Trip in den Doubtful Sound. Wir hatten die Wahl zw. einer Segelyacht mit "Animation" an Bord oder einem kleinen Fischerboot. War also nicht wirklich schwer zu entscheiden. Auf dem Fischerboot hatten nur 7 Leute inkl. Captain Platz, und wir hatten echt Glück mit den anderen Passagieren. 4 Leute aus Tasmanien (Australien). Dieser Trip gehört mit zu den tollsten Erlebnissen, die wir bis jetzt in NZ hatten. Zum einen, weil der Doubtful Sound echt schön ist (trotz Schlechtwetter - mal wieder). Zum
anderen, weil unser Captain seine Sache super gemacht hat. Er hat uns zu Pinguinen und Seelöwen gebracht. Und wir durften/mussten einen Teil unseres Abendessens selber angeln. Zum Glück hat den anderen das Spaß gemacht, wir beide haben die Stadt-Menschen raushängen lassen und uns davor gedrückt, die Glitschi-Fische anzufassen. Oder gar zu töten, die armen Viecherln ;) Jedenfalls konnte sich die Ausbeute der anderen sehen lassen und wir haben trotzdem was abbekommen.
Lunch: fangfrische Languste
Dinner: fangfrischer Cod (was auch immer das für ein Fisch sein mag - er war super) und dann noch ein wahnsinns Rehbraten, auch ganz frisch
In den letzten 10 Jahren wurde dort nur 2x ein Wal gesichtet. Das zweite Mal erst vor ein paar Tagen. Wir haben ihn leider nicht gesehen :(

Wo´s uns als nächstes hin treibt, wissen wir noch nicht. Unsere Pläne ändern sich unterwegs andauernd. Vieles, wo wir eigentlich länger bleiben wollten, ist uns nach 1 Stunde schon wieder fad, dafür bleiben wir an anderen Orten einfach ein paar Tage. Also bis bald, von wo auch immer.

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